Portrait von Langenegger Albert (1941)

Albert Langenegger (rechts) gegen Bruno Tremp

Total 13 Kränze
1 eidgenössischer: Frauenfeld 1966

Der 1941 geborene Albert Langenegger erlebte seine Sternstunde am Eidgenössischen 1966 in Frauenfeld, wo ihm sieben Siege glückten und ihm der vierte Schlussrang blieb. Hingegen blieb ihm ein Kranzfestsieg verwehrt.

Aufgewachsen in Oberriet im St. Galler Rheintal kam er als Polizeibeamter nach Eschenbach SG. Heute wohnt der rüstige Rentner in der Toggenburg Metropole Wattwil.

1960 gewann er als 19-Jähriger in Uzwil sein erstes Eichenlaub. Langenegger hatte sich einen eigenen Schwung, einen Souplese und am Bodenkrampf einen Griff, der über seine eigene Brücke führte, angeeignet.

1961 in Zug trat er nach Nachtschicht während der Rekrutenschule zum Wettkampf an. Dieser erste Auftritt an einem Eidgenössischen Anlass dauerte nur vier Gänge. 1964 in Aarau verlor er um den Kranz. Zwei Jahre später in Frauenfeld folgte sein grosser Auftritt. 

Sternstunde in Frauenfeld 

Sieben Siege, alle mit demselben Schwung, das war wohl etwas einmaliges in der Geschichte des Schwingens.

Nachdem er im ersten Gang dem Entlebucher Martin Müller unterlag, revanchierte er sich im zweiten Gang an demselben Gegner. Noch am Samstag folgten zwei weitere Siege über Ruedi Handschin und Ernst Wyrsch. Als er am Sonntagmorgen auch Urs Meyer und Paul Stucki bezwang, rückte der Kranztraum näher. Mit dem Sieg über den taubstummen Berner Recken Hans Stucki gelang ihm im siebten Gang das Husarenstück schlechthin. Zuletzt bezwang er mit Otto Salzmann einen weiteren Berner Eidgenossen. Das spezielle an der Geschichte: Sämtliche sieben Gegner bezwang Langenegger mit demselben Schwung, einer Souplese Variante, die über seine eigene Brücke führte.

Später einmal sagte der damals für die Rapperswiler Farben schwingende St. Galler zu seinem Auftritt: «Nebst dem neuen Schwingerkönig Ruedi Hunsperger sorgte ich 1966 in Frauenfeld am meisten für Aufsehen.»

Bei seiner vierten ESAF-Teilnahme 1969 in Biel schwang er erneut um den Kranz, musste aber gegen den Innerschweizer Adi Zurfluh untendurch. Nach einem Skiunfall beendet er seine Laufbahn bereits mit 28 Jahren mit insgesamt 13 erkämpften Eichenlauben.