Portrait von Suter Ruedi (1950)

Ruedi Suter (rechts) mit Hansueli Mühlethaler

Total 66 Kränze
5 eidgenössische: La Chaux-de-Fonds 1972, Schwyz 1974, Basel 1977, St. Gallen 1980, Langenthal 1983

Der 1950 geborene Plonser Ruedi Suter erkämpfte sich fünf Eidgenössische und total 66 Kränze.

Zum ersten Mal durfte er am St. Galler Ehrentag 1968 in Kirchberg vor die Ehrendamen treten.
1969 in Biel, bei seiner ersten ESAF-Teilnahme, bestritt er als 19-jähriges Talent bereits sechs Gänge, ehe es drei Jahre später in La Chaux de Fond bereits klappte mit dem erstmaligen Gewinn eines eidgenössischen Kranzes.
Nach einem gestellten Auftakt gegen den Berner Heinz Seiler folgten drei Siege. David Roschi, der an jenem Tag Schwingerkönig wurde, fügte Suter am Sonntagmorgen die einzige Niederlage zu. Mit zwei weiteren Siegen hatte der den Kranz nach sieben Gängen bereits im Trockenen. Zuletzt stellte der Oberländer mit dem Berner Spitzenathleten Peter Gasser, womit er sich den Kranz mit 76,00 Punkten im Rang sechs sicherte. Diesem ESAF-Kranzgewinn folgten vier weitere in Serie.

Zum Repertoire des ausgesprochenen Schönschwingers gehörten der Kurz, Übersprung und Gammen.

Denkwürdiger Erfolg

Mit seiner Angriffslust trumpfte er 1974 in Schwyz gross auf. Nach zwei Unentschieden zu Beginn gegen den Zuger Michael Bütler und den Muotathaler Peter Schelbert folgten vier Siege. Somit lag Suter nach sechs Gängen an dritter Stelle und kämpfte gegen Schwingerkönig David Roschi um den Schlussgangeinzug.
Mit einem Gestellten verpassten den beide. Auch den letzten Gang gegen Ruedi Lüscher stellte der bereits kranzsichere Melser, womit er sich mit 77,75 Punkten um Rang acht wiederfand.

Suter war mitbeteiligt an einem der denkwürdigsten Erfolge des Rheintal-Oberländischen Schwingerverbandes, welcher in Schwyz fünf eidgenössische Kränze gewann.

In Basel 1977 gewann der St. Galler am ersten Tag ebenfalls drei von vier Duellen. Ein Unentschieden gegen Heinz Lehmann und einer Niederlag gegen Jost Gabriel banden ihn am Sonntagmorgen etwas zurück. Doch mit zwei Siegen in den letzte drei Gängen war der dritte ESAF-Kranz mit einem Punktetotal von 75,50 Zählern sichergestellt.

Sechs Siege in Langenthal

1980 in St. Gallen, ein Fest, dass die Nordostschweizer nach Belieben dominierten, startete Suter mit Siegen über Res Rüfenacht und Franz Käslin fulminant in den Wettkampf. Zwei Gestellte und eine Niederlage gegen Johann Santschi stoppten vorübergehend seinen Höhenflug. Doch mit zwei weiteren Siegen schaffte er sich mit 75,25 Punkten erneut unter die Kranzträger.

Sein letztes ESAF-Eichenlaub sicherte sich der Turnerschwinger 1983 in Langenthal mit sechs gewonnenen Gängen. Wie schon drei Jahre zuvor in St. Gallen startete er mit zwei Siegen, ehe er dem blutjungen Eugen Hasler unterlag. Nach vier weiteren Siegen war der fünfte eidgenössische Kranz vorzeitig sichergestellt. Zuletzt stellte er mit dem Innerschweizer Spitzenmann Leo Betschart, womit er ein Punktetotal von 76,00 Zählern realisierte.

Drei Mal stand der schlaksige Turner an einem Kranzfest zuoberst. Am Baselstädtischen 1971, am St. Galler 1976 in Uzwil sowie am Glarner-Bündner 1980 in Matt.

Ruedi Suter war später Klub- und Kantonalpräsident, ebenfalls wirkte er im NOS-Vorstand mit.