Portrait von Sutter Josef (1940)

Josef Sutter (rechts) am NOS in Appenzell gegen Karl Meli

Total 100 Kränze
3 eidgenössische: Zug 1961, Aarau 1964,
La Chaux-de-Fonds 1972

Josef Sutter war ein gebürtiger Appenzeller, der heute in Steinach am Bodensee lebt. Mit exakt 100 erschwungen Kränzen, darunter drei eidgenössischer Prägung hat er ein Stück Schwingergeschichte geschrieben.

Seinen ersten Schwingerkranz erkämpfte er sich am St. Galler Kantonalen 1958 in St. Gallen. Bis zum Ende seiner Laufbahn 1975 schaffte er es auf genau 100 Eichenlaube, wovon drei eidgenössisches Verdikt tragen.

1966 kam der Appenzeller berufsbedingt nach Siebnen, wo er die Metzgerei Adler übernahm. Dieser zog einen Verbandswechsel nach sich. 46 seiner 100 Kränze erschwang er sich für die Innerschweizer Farben unter dem Schwingklub March-Höfe. Darunter auch den Eidgenössischen 1972 in La Chaux-de-Fonds.

Zuvor gewann er den Kranz an einem Eidgenössischen 1961 und 1964 für den Appenzeller Verband. Zwei weitere Male, 1966 und 1974 fehlte ihm ein Viertelpunkt zur höchsten Auszeichnung und am Eidgenössischen 1969 in Biel verpasste er infolge einer Meniskusverletzung eine bessere Platzierung.

Kranz 1972 unter Innerschweizer Flagge

1961 stellte der Appenzeller im Anschwingen zwei Mal den Berner Spitzenmann Peter Gasser, ehe er sich drei Siege gutschreiben lies. Mit einem weiteren Berner Spitzenschwinger der damaligen Zeit, Fritz Schwander, stellte er wieder. Im sieben Gang verpasste er die vorzeitige Sicherung des Kranzes durch eine Niederlage gegen Willy Steck, doch im achten Gang machte er den nächsten Berner, Ueli Reusser, den Sack zu.

Drei Jahre später wiederholte er seinen Kranzgewinn. Wieder hatte er sich mit den Gassers auseinanderzusetzen. Gegen Peter Gasser stellte Sutter erneut, gegen dessen Bruder Hansueli verlor er. Die übrigen zwei Duelle des ersten Tages gewann er, wie auch die Gänge fünf und sechs. Mit einem Gestellten gegen den Luzerner Franz Bieri verpasste er die vorzeitige Sicherung des Eichenlaubes, die er aber im letzten Gang gegen den Berner Leo Egli doch noch sicherstellte.

1972 in La Chaux-de-Fonds startete er verhalten in den Wettkampf. Mit dem Berner Hanspeter Schärz schaute eine Punkteteilung heraus und gegen den Oberländer Heinz Seiler verlor er sogar. Mit vier Siegen aber schaffte er sich wieder in eine günstige Position. Im siebten Gang folgte mit der Niederlage gegen Fritz Kammer nochmals ein Dämpfer. Doch im letzten Gang sicherte er sich für die Innerschweizer Farben angetreten sein drittes ESAF-Eichenlaub dank eines Erfolges über den Berner Hans Salzmann.

Insgesamt gewann Sutter fünf Kranzfeste und exakt 100 Schwingerkränze. Als bedeutendster Erfolg gilt wohl der Sieg 1971 beim Bergfest auf der Rigi. Nebst sieben Eidgenössischen nahm er in seiner langen Laufbahn, die von 1958 bis 1975 dauerte, drei Mal am Kilchberger, am EXPO-Schwinget 1964 in Lausanne sowie am Jubiläumsschwingfest 1970 in Baden teil.